Warum Eisenbahnpersonal in der Corona-Krise wichtig ist?

Auch in Krisenzeiten ist Lokführerpersonal unentbehrlich. Vor allem in Zeiten, in denen es wichtig ist, dass Waren und Güter schnell und zuverlässig ankommen. Sie sind für unser System relevant.

Zusammenhalt und Solidarität in der Corona-Krise

Aktuell beschäftigt die ganze Welt nur ein Thema – die Corona-Krise. Unzählige Menschen sind bereits betroffen, sowohl gesundheitlich als auch wirtschaftlich. Genau jetzt müssen wir noch mehr zusammenhalten. Wir müssen uns an Vorschriften und Empfehlungen der Regierung halten, Solidarität zeigen und die Berufsgruppen unterstützen und wertschätzen, die gerade enorm viel leisten! Hierzu zählt das Personal im Gesundheitswesen genauso wie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Supermarkt, die dafür sorgen, dass wir mit ausreichend Lebensmitteln versorgt werden.

Auch das Eisenbahnpersonal und vor allem die Triebfahrzeugführerinnen und Triebfahrzeugführer können in dieser Ausnahmesituation zu den systemrelevanten Berufen gezählt werden. Das fordert auch die Allianz pro Schiene e.V. in ihrer Pressemitteilung vom 20. März 2020.

Warum auch Triebfahrzeugführer und Triebfahrzeugführer zu den systemrelevanten Berufen zählen?

Lokführerinnen und Lokführer gehören zu denen, die unser Land am Laufen halten. Zwar wird der Personennahverkehr und vielleicht auch bald der Personenfernverkehr immer weiter runtergeschraubt, aber vor allem der Schienengüterverkehr ist jetzt wichtiger denn je.

Die verschärften Grenzkontrollen in und außerhalb Europas führen zu massiven Staus, wodurch auch der LKW-Verkehr zunehmend ins Stocken gerät. Hinzu kommen Hamsterkäufer, die aus Angst vor der Corona-Pandemie die Regale leer kaufen. Das alles stellt das Logistik- und Transportwesen vor eine enorme Herausforderung, Unternehmen benötigen dringend Hilfe bei der Auslieferung ihrer Waren, um die Supermärkte, Lebensmittelhändler und Drogerien mit ausreichend Nachschub beliefern zu können.

Eine Möglichkeit die angespannte Liefersituation zu entschärfen, könnte sein, mehr Transporte auf die Schienen zu verlagern. Hier ist der Grenzverkehr noch problemlos und ohne Staus möglich. Die Deutsche Bahn bzw. ihre Tochtergesellschaft DB Cargo macht es bereits vor und fährt nun auch kurzfristige Verkehre für Neukunden.

Außerdem ist der Personaleinsatz im Schienengüterverkehr wesentlich geringer als auf der Straße. Ein weiterer Vorteil in Zeiten, in denen empfohlen wird, das Haus so wenig wie möglich zu verlassen. „Ein Güterzug ersetzt 52 Lkw-Fahrten, ein Triebfahrzeugführer 52 Lkw-Fahrer.“, heißt es in der bereits erwähnten Presseerklärung der Allianz pro Schiene e.V. weiter. Diese Zahlen verdeutlichen auch, dass in einem Güterzug mehr lebensnotwendige Waren und Güter transportiert werden können als in einem LKW. Das ist gerade für die Sicherung der Grundversorgung in den Krisenzeiten von existenzieller Bedeutung.

Triebfahrzeugführer (m/w/d): Ein krisensicherer Beruf

Die derzeitige Lage zeigt einmal mehr, wie wichtig der Schienenverkehr für die Infrastruktur und die Wirtschaft ist. Während der LKW-Transport aufgrund der Grenzsperrungen vor enorme Herausforderungen gestellt wird, ist der Transport von Waren und Konsumgütern, die gerade in Krisenzeiten wichtig sind, auf der Schiene noch problemlos möglich. Der Bedarf an Triebfahrzeugführerinnen und Triebfahrzeugführern ist nach wie vor hoch. Das zeigt, das der Beruf des Lokführers bzw. der Lokführerin auch in Krisenzeiten Bestand hat. Umso wichtiger, dass auch sie den Status der systemrelevanten Berufe anerkannt bekommen haben. Denn nur so können sie z. B. durch Notfallbetreuung für ihre Kinder entlastet werden und zum Funktionieren des Gemeinwesens beitragen.

Auch andere Eisenbahnberufe sind wichtig

Natürlich sind auch andere Bahnberufe in Zeiten der Corona-Krise unentbehrlich, denn die Wagons und Züge müssen weiterhin gewartet werden und auch die Stellwerke müssen reibungslos funktionieren. Daher muss etwa auch die Besetzung von Fahrdienstleitern sowie der Einsatz von Wagenmeisterpersonal gewährleistet sein.

Weitere Informationen
Verordnung zur Bestimmung Kritischer Infrastrukturen nach dem BSI-Gesetz

Beitrag-Nr. 01_2020 | 23. März 2020

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